Aktuelles

Juni 2020:

Bernhard Hennes als 1. Vorsitzender und Gerhard Wirnshofer als dessen Stellvertreter wiedergewählt – Ehrungen für die ausgeschiedenen langjährigen Verbandsräte Georg Schützinger und Benno Graf

Grabenstätt/Vachendorf/Bergen/Chieming. Im Zeichen der Neuwahlen und Ehrungen stand die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Mühlener Gruppe im Saal der Schlossökonomie Grabenstätt. Einstimmig mit 12:0 Stimmen bestätigten die anwesenden Mitglieder ihren Vorsitzenden Bernhard Hennes senior für sechs weitere Jahre an der Verbandsspitze. Hennes nahm die Wahl an und bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Als 2. Vorsitzender zur Seite steht ihm weiterhin der neue Grabenstätter Bürgermeister Gerhard Wirnshofer. Auch dessen geheime Wahl erfolgte ohne Gegenstimme. Zu den übrigen fünf Ausschussmitgliedern wählte man einstimmig die Bürgermeister Stefan Schneider (Bergen), Stefan Reichelt (Chieming) und Rainer Schroll (Vachendorf) sowie Klaus Muggenhamer und Marlies Kruse. Per Akklamation zu deren Stellvertretern bestimmt wurden Johann Pertl (für Stefan Schneider), Michael Holzmann (für Stefan Reichelt), Karin Neuhauser (für Klaus Muggenhamer), Michael Hasenknopf (für Marlies Kruse) und Andreas Schroll (für Rainer Schroll). Mit der örtlichen Rechnungsprüfung betraute man per Handzeichen Stefan Reichelt, Rainer Schroll und Johann Pertl. Den Wahlausschuss bildeten Gerhard Wirnshofer, Stefan Schneider und Geschäftsführer Hans Getzreiter.

Eine Dankesurkunde und ein kleines Präsent überreichte Vorsitzender Hennes den ausgeschiedenen langjährigen Verbandsräten Georg Schützinger (früherer Grabenstätter Bürgermeister) und Benno Graf (ehemaliger Chieminger Bürgermeister). Graf gehörte von 2002 bis heuer 18 Jahre dem Verbandsausschuss an und fungierte in dieser Zeit auch als Rechnungsprüfer. Schützinger kann sogar auf eine doppelt so lange Tätigkeit als Verbandsrat zurückblicken. Von 1984 bis 2020 gehörte er stets dem Verbandsausschuss an. In dieser Zeit gab es 18 Ausschusssitzungen, 54 Verbandsversammlungen und 546 Beschlusspunkte.

Auf der Tagesordnung stand auch die örtliche Rechnungsprüfung. Benno Graf, Rainer Schroll und Johann Pertl hatten die Jahresrechnung 2019 am 26. Februar überprüft. Schroll bestätigte dem Verband in der Versammlung eine einwandfreie Führung der Geschäfte. Die Einnahmen und Ausgaben der Jahresrechnung 2019 wurden von der Verbandsversammlung festgestellt und ebenso genehmigt wie die über- und außerplanmäßigen Ausgaben, da sie durch Mehreinnahmen gedeckt wurden. Die bisherige Geschäftsordnung von 2001 bleibt bestehen. Verbandschef Hennes gab noch „Aktuelles“ zur Mühlener Gruppe bekannt, die diverse Ortsteile in den Gemeinden Vachendorf, Bergen, Grabenstätt und Chieming mit Trinkwasser versorgt. Hinsichtlich des angedachten Wasserschutzgebietes Mühlen habe die Anfang April geplante öffentliche Auslegung in den betroffenen Gemeinden wegen der Corona-Krise nicht durchgeführt werden können. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. „Um eine optimale Anbindung des Brunnens 1 an das geplante Filterbauwerk zu erreichen, ist ein Teilstück der Zuleitung in die Gemeindestraße gelegt worden“, so Hennes. Zugleich sei ein Teil der Leitung nach Holzhausen in den Straßenkörper verlegt worden, um zu einem späteren Zeitpunkt beim Weiterbau die Asphaltdecke nicht erneut öffnen zu müssen. Für die geplante Ultrafiltrationsanlage am Pumphaus für die ein eigenes Gebäude gebaut werden muss, seien die Kabel, die das Baufeld durchqueren, verlegt und das Gelände vermessen worden. Das beauftragte Ingenieurbüro habe den Plan aber noch nicht fertiggestellt. Die Fertigstellung der Ultrafiltration soll bis 2021 erfolgen.

Zur Erinnerung: Im Juni 2017 hatte man im Brunnen Mühlen eine Verunreinigung des Trinkwassers mit Bakterien festgestellt. Er wurde umgehend vom Netz genommen und für die Quelle im Hauptpumpwerk in Mühlen entschied man, eine Ultrafiltrationsanlage (UF-Anlage) anzuschaffen. Sie läuft bereits seit August 2017. Um den Brunnen wieder aktivieren zu können, benötigt man nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes Traunstein die UF-Anlage, mit der man im Ernstfall Bakterien und Trübstoffe im Trinkwasser effektiv abfiltern könnte. Andreas Schroll wollte wissen, ob die Quelle saniert werde, sobald die Ultrafiltration fertiggestellt sei. Geschäftsführer Getzreiter erklärte, dass die Ultrafiltration mindestens ein Jahr stabil laufen müsse, um die Sanierung der Quelle in Angriff nehmen zu können. Seit den Vorkommnissen bezieht der Zweckverband das Trinkwasser nur noch von der Quelle in Mühlen und dem Brunnen Tüttensee. Um die Wasserversorgung sicherzustellen wäre es wichtig, in Zukunft wieder auf drei Standbeinen zu stehen. mmü

Autor: Markus Müller kürzel mmü, erschienen im Traunsteiner Tagblatt am 09.06.2020